Film: “Alta Scuola”

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Ganz überraschend habe ich von meiner Freundin Sonia diesen tollen Film geschenkt bekommen! Ich hatte bereits davon gehört und auch den Trailer gesehen, den Film selbst aber noch nicht. “Alta Scuola (übersetzt: “Hohe Schule” im Sinne von “hoch oben” – am Berg nämlich!) wurde beim 64. Trento Film Festival im Mai 2016 erstmals vorgestellt und hat für viel Diskussion gesorgt.
Die Dokumentation erzählt über eine kleine Dorfschule in Peio (Provinz Trient), 1600 m ü.M. Als die Schule 2010 zugunsten eines größeren Schulsprengels im Tal von öffentlicher Seite geschlossen wird, beschließen die Familien im Ort mit Unterstützung aller Dorfbewohner, die Schule einfach selber weiterzuführen, um ihren Kindern die tägliche weite Fahrt zu ersparen aber auch, weil die Schule einfach zum Dorf gehört, immer schon da war und weiterhin hier bleiben soll! Mit Hilfe von engagierten Eltern und tatkräftiger Unterstützung von ehrenamtlich (!) arbeitenden Lehrpersonen findet nun der Unterricht der kleinen klassenübergreifenden Grundschule (9 Kinder, Kl. 1 -5) im Erdgeschoss eines zur Verfügung gestellten Hauses statt. Dieses Projekt in Selbstverwaltung, aus purer Notwendigkeit entstanden, lässt ungeahnte Kräfte in der Dorfgemeinschaft entstehen. Bei verschiedenen Szenen im Film kann man richtig mitfühlen, wie es den Einzelnen geht. Ich musste oft an unser kleines Schulprojekt von damals (wie lange ist das jetzt schon her? mehr als 10 Jahre!) denken, da gibt es durchaus Parallelen.
Nach einigen Jahren musste das Projekt aufgegeben werden. Alle Kinder legten erfolgreich eine Aufnahmeprüfung ab und stiegen (wieder) ins System der öffentlichen Schule ein.
Der Film handelt aber im Grunde von viel mehr als von Schule, vom freien Lernen ohne Noten und ohne Druck, vom jahrgangsübergreifenden Lernen in viel Natur und mit liebevoller Begleitung: Er wirft die Frage auf, was eigentlich eine Dorfgemeinschaft ausmacht, was mit einer solchen Gemeinschaft passiert, wenn “von oben” mit großen Veränderungen eingegriffen wird, welche Energien und welche Kreativität aufblühen können und auch, wo deren Grenzen liegen und unter welchen Bedingungen es eben nicht mehr geht. Ein Film, der Mut macht, neue Wege auszuprobieren und sich nicht einschüchtern zu lassen! :)
Wer ein bisschen Italienisch kann, liest >hier einen sehr schönen Bericht über das Projekt und den empfehlenswerten Film.

P.S. Demnächst auf diesem Blog ein weiterer Eintrag rund um das Thema Film und Freies Lernen. Sehr spannend und aufregend! Stay tuned!

Sorpresa! Sorpresa grandissima! Dalla mia amica Sonia ho ricevuto questo inaspettato e graditissimo regalo: il film “Alta Scuola” del quale avevo già letto e sentito parlare, ero dunque curiosissima di vederlo. Pur essendo un documentario che presenta le cose senza giudizio e senza commenti, mi sono davvero commossa! Tanti aspetti mi ricordavano il nostro progetto di scuoletta (quanti anni sono passati ormai, più di 10?!) durato solo pochi anni, inoltre il film non fa riflettere solo sull’aspetto scuola ma mette al centro anche la questione delle piccole comunità, dei loro bisogni, delle incredibili energie e forze che riescono a mobilitare quando serve. Un film che incoraggia a percorrere percorsi nuovi, a farsi avanti, a credere in se stessi!
>Qui il trailer del film.
>Qui una bellissima descrizione e testimonianza che vi farà venire voglia di sapere di più su questa esperienza.
Non posso che consigliarvi di guardare “Alta Scuola”!
E grazie ancora Sonia. :*

P.S. Prossimamente un post sul blog ancora sull’argomento “Film-Apprendimento-Scuola-Libertà” – stay tuned!! :)

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4 thoughts on “Film: “Alta Scuola”

  1. Wie schön.
    Ich habe als Kind einige Jahre lang auch eine kleine, abgelegene Dorfschule in den Wäldern des Sauerlandes besucht. Dort waren acht (!) Klassen in einem (!) Raum untergebracht, insgesamt circa 20 Kinder.
    Wir hatten einen (!) Lehrer – und eine Handarbeitslehrerin.
    Wir lernten selbst zu lernen, neugierig zu sein und gemeinsam Neues zu entdecken.

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  2. Genau das ist es was Dorfschulen “wirtschaftlich” macht. Leider muss man vielen Leuten in diese Währung umrechnenen zur Daseinsberechtigung. Es ist ein bissl wie bei Bergbauern. Die Milch die sie produzieren ist teurer unbestritten. Aber wenn man die Landschaftspflege, bzw. die Zerstörung bei Milch im Massenbetrieb, mit einrechnet ist sie NICHT teurer. Nun und um die Qualität lässt sich bei der miclh wie auch bei den Shculen trefflich streiten. Ich behaupt ja: Kleiner ist oft besser :-)

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